Institut für Hochfrequenztechnik
Arbeitsgruppe Antennen und Wellenausbreitung




Kometensonde ROSETTA
der European Space Agency(ESA)

    Start  am          Donnerstag, 26. Februar 2004
                             8:36 h MEZ
                             Kourou / Französisch Guyana

    Aktuelle Informationen im Internet :
                             www.esa-rosetta-launch-event.com
                             www.dlr.de/dlr/rosetta
                             (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt/DLR, Porz-Wahn)

Die Arbeitsgruppe Antennen und Wellenausbreitung des Instituts für Hochfrequenz­technik / Fa­kultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum ist an der Kometenmission mit dem Experiment CONSERT beteiligt. Ein international zu­sammen­gesetztes Experimentatoren-Team wird hierbei mit Hilfe eines Trans­missions­radars erst­mals wissen­schaftliche Untersuchungen zur Struktur eines Kometen­kerns durchführen (Cometary Nucleus Sounding Experiment by Radio Trans­mission).

Das CONSERT Experiment untersucht mit Methoden der Fernerkundung die Struktur des Kometen­kerns in Hin­blick auf die

  • Materialverteilung (z. B. dielektrische Eigenschaften, elektrische Leitfähigkeit)
  • Kernstruktur (z. B. Einschlüsse von Eis, Gasblasen)

Das CONSERT Experiment beinhaltet eine quasi-tomographische Untersuchung des Kometen­kernes bei einer VHF-Frequenz von 90 +/-5 MHz. Der den Kometen umkreisende Orbiter sendet Radio­wellen aus, die den Kometen­kern durchdringen, vom Lander empfangen und zum Orbiter zu­rück­gesendet werden (links im Bild). Das ent­sprechende, auf der Erde empfangene Tele­metrie­signal wird mit speziellen Computer-Algorithmen ausge­wertet und in Strukturbilder des Kometen umgesetzt.

Untersuchung der Struktur (Streukörper) und
Material­verteilung eines Kometenkerns

                                                     Strahlungsdiagramm einer CONSERT-Antenne in dB-Farb-codierung
                                                     (Umkreisskala: Azimut; innere Skala: Elevation)

Hoffentlich gelingt diesmal der Start, nachdem vor ca. einem Jahr akute Probleme mit der Rakete Ariane 5 zu einer Startverschiebung führten.

Prof. Dr.-Ing. P. Edenhofer
E-Mail:  office-hf@rub.de
Fax: 0234/32-14167



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